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Die Bezeichnung chemische Verhütung steht prinzipiell für mehrere Verhütungsverfahren, in deren Rahmen bestimmte Präparate eingesetzt werden. Chemische Verhütungsmittel finden sich heutzutage in sehr unterschiedlichen Darreichformen, wie als Tabletten, Zäpfchen, Salben oder auch Sprays. Grundsätzlich zielen die Präparate für die chemische Verhütung auf das Abtöten und Abblocken der männlichen Spermien ab, damit diese nicht in den Uterus der Frau gelangen und dort ein Ei befruchten können.
Bei der ersten Art der chemischen Verhütung werden Mittel eingesetzt, welche die Samenfäden effektiv abtöten, nachdem diese durch die Ejakulation im Rahmen des Koitus in die Vagina der Frau gelangt sind.
Bei der zweiten Art der chemischen Verhütung wird der Zugang am Muttermund der Frau blockiert, damit die Spermien nicht in das Innere der Gebärmutter gelangen können. Hierbei wird beispielsweise durch ein spezielles Mittel für die chemische Verhütung die Schleimproduktion im Innern der Vagina verhindert.
Die speziellen Mittel für die chemische Verhütung müssen selbstverständlich rechtzeitig vor dem Geschlechtsverkehr eingesetzt werden, damit sie ihre Wirkung auch mit einer optimalen Zuverlässigkeit entfalten können. Zumeist ist der genaue Zeitpunkt des Einsatzes dieser Mittel auf deren Packung angegeben und sollte genau befolgt werden.
Bei einem wiederholten Koitus empfiehlt es sich zudem, das entsprechende Mittel für die chemische Verhütung erneut einzusetzen.