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Bei dem Wortsadismus handelt es sich um eine spezielle Praktik aus dem SM, in deren Rahmen der sadistisch veranlagte Partner einen Masochisten mit obszönen Beschimpfungen, verbalen Erniedrigungen und Beleidigungen quält.
Beim Wortsadismus stellt sich sowohl für den Sadisten als auch für den Masochisten ein hoher Lustgewinn ein und teilweise wird diese Praktik auch von Menschen praktiziert, die ansonsten keine SM-Veranlagung aufweisen. Hierbei wird der Wortsadismus im Rahmen des „normalen“ Sexualaktes praktiziert, wobei man häufig auch von „Dirty-Talk“ (engl. Für „schmutziges Reden“) spricht.
Der Wortsadismus gestaltet sich von Paar zu Paar entsprechend deren Vorlieben natürlich sehr unterschiedlich. Die Palette der verbalen Quälereien reicht hierbei beispielsweise von enormen Erniedrigungen, in deren Rahmen sich der Sadist über die Minderwertigkeit des Masochisten ausspricht, bis hin zu überaus obszönen Beschimpfungen.
Der Masochist erfährt beim Wortsadismus grundsätzlich ein Lustgefühl durch die verbale Darstellung seiner Minderwertigkeit, wobei sich für einen Sadisten durch das Machtausüben hierbei eine Luststeigerung einstellt. Je besser sich die Partner kennen und somit auch über die Schwächen des jeweils anderen Bescheid wissen, desto gezielter kann der Wortsadismus eingesetzt werden. Jedoch sollte hierbei grundsätzlich beachtet werden, dass auch verbale Gewalt zu bleibenden psychischen Schäden führen und eine Partnerschaft unter Umständen negativ beeinflussen kann.