secret-stranger

Vorname
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Land
Deutschland
Orientierung
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Liebe Besucherin, lieber Besucher,

schön, dass du auf meinem Profil gelandet bist. Wenn man von einem solchen reden mag  Bitte nimm dir kurz die Zeit, das Folgende zu lesen. Am besten, bevor du mir eine Nachricht zukommen lässt.

Dass hier auf der linken Seite nicht so besonders viel über mich steht, hat seine Gründe. Einer ist, dass ich hier kein Geld verdiene, sondern ausgebe. Ich "muss" mich hier somit niemandem präsentieren. Schon gar nicht optisch. Ein anderer ist, dass auch ich Wert auf Schutz meiner Privatsphäre lege. In einem Sexclub werde ich am Eingang auch nicht gefragt, wie ich heiße, wo ich wohne, wie groß ich bin und wieviel ich wiege, wie groß und/oder dick mein Schwanz ist, ggfs. was ich mache, und ob ich verheiratet bin oder alleine lebe. Und dass es auch ganz schick von mir wäre, wenn ich ein Foto von mir da ließe. Ich sehe daher keinen Grund, solche Daten von mir im unkontrollierbaren Raum des Internets jedermann zu offenbaren.

Wenn dir ein Name wichtig ist, etwa deswegen, weil nicht nur alles einen Namen haben muss (warum eigentlich? Gattungsbegriffe tun's schließlich auch), sondern du ihn be- oder unbewusst für eine Eigenschaft hältst, der Rückschlüsse auf die Persönlichkeit des Trägers zulässt, wirst du einen genannt bekommen. Du solltest aber nicht darauf bauen, dass dieser Name auch tatsächlich der ist, der in meinen Papieren steht. Ich nehme das umgekehrt auch von deinem Namen nicht an, wenn du ihn mir nennst. Namen spielen für mich in einem Forum wie diesem ohnehin keine Rolle. Sie sind gut als Suchkriterium zu benutzen, ansonsten aber Schall und Rauch. Und spätestens nach der dritten Mail vergessen ...

Was ich mag, sind Unterhaltungen, sofern sie einen für mich erträglichen Umfang nicht überschreiten. Stumpfsinnige Nachfragen à la "Wie meinst du das?" werde ich bis zu einem gewissen Grad tolerieren, bis die Absicht, mir in Wahrheit nur die Coins aus der Tasche ziehen zu wollen, offenkundig wird. 

Zu sogenannten "Dates" kommt es hier sowieso nicht, selbst wenn sie in Aussicht gestellt werden. Wobei ich es erstaunlich finde, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein Treffen in Aussicht gestellt wird, in reziproker Relation zur Nähe steht. Je größer, desto wahrscheinlicher. Was mich in diesem Punkt zur Annahme führt, dass seitens der Anbieter tatsächlich gar keine Treffen erwünscht sind. Jedenfalls keine realen. Denn wer hat schon Zeit, Lust, Interesse und den Drang, teilweise hunderte von Kilometern zurückzulegen, um vielleicht eine Stunde Zeit mit der Dame seiner Wahl zu verbringen. Um sich dann anschließend auf dem Nachhauseweg der Hoffnung hinzugeben, möglichst bis zur Ankunft die Frage nach dem Sinn dieser Aktion ganz schnell vergessen zu haben. 

Ich habe ebenfalls keine Lust, mich alternativ in mehr oder weniger fantasievoll ausgestalteten "virtuellem" Sex zu erschöpfen. Da ist sogar Telefonsex anregender. Der bei mir gleich nach Schnarchen einer Bettgenossin kommt. Sofern eine da ist (und sofern ich ihr Schnarchen dann auch bemerke. Mein Schlaf ist für gewöhnlich sehr tief). Ebenso wenig besteht bei mir Interesse, mich bei einer eigentlich intimen Situation filmisch verewigen zu lassen. Ich darf mich zwar nicht unbedingt zu den "Schiachen" rechnen, aber für so toll, dass ich in einem Porno auftauchen und damit der Nachwelt erhalten bleiben muss, halte ich mich nun auch nicht unbedingt. Außerdem habe ich einen soliden Job, der mich zwar nicht reich macht, aber mir mein Auskommen sichert. Und nur in jungem Lebensalter glaubt man, aufpassen zu müssen, dass man ja nichts verpasst.   

Ich bin zudem nicht schwanz- oder triebgesteuert. Mein Hirn ist nämlich um etliches größer als meine Eichel, fordert deshalb schon mehr Aufmerksamkeit. Ich gebe es auch schon lange nicht mehr an der Garderobe ab, wechsel daher nicht zwangsläufig auf jede mir vorgestellte nackte Tatsache sofort in den Sexmodus. Ich glaube bei Frauen auch nicht an ab und an von ihnen behauptete "Notgeilheit". Sofern mich die Vorstellung anspringt, dass es sie doch gibt, habe ich zwei gesunde Hände, ein großes Kopfkino und sicher auch ein diskretes Plätzchen, um den Gedanken gezielt auszuleben ...

Was ich überhaupt nicht mag, sind Anbieter, die mich einfach nur plump anmachen und mich früher oder später mit "Freundschaftsanfragen" bombardieren. Oder gleich damit anfangen. Ich bin diesbezüglich "old-school"; Freundschaft gibt's bei mir nicht auf Klick. Ich sammle "Freunde" auch nicht wie andere Leute Pilze. Solche Anfragen werden daher von mir kommentarlos abgelehnt und der Anbieter anschließend konsequent und dauerhaft blockiert. 

Ebenso ignoriere ich Anbieter, die sich nicht in der Lage sehen, sich sprachlich und grammatikalisch halbwegs korrekt auszudrücken. Ich erwarte nun wirklich kein geschliffenes Deutsch, aber eine einigermaßen erfolgreiche schulische Mitarbeit würde ich doch ganz gern erkennen können. 

Überhaupt setzte ich eine gewisse solide Grundbildung beim Anbieter voraus bzw. erwarte selbige. Dazu zählt auch, sich zumindest grob über die Größe und Aufteilung dieses unseres Landes im Klaren zu sein. Manchmal stelle ich mir die Frage, ob angesichts hier da und dort zur Schau gestellter Unwissenheit die Verfasser den aktuellen Einbürgerungstest für ausländische Menschen überhaupt bestehen würden. Wer mit seiner Botschaft im Grunde nur unter Beweis stellt, etwa ab der 6. Klasse das Lernen eingestellt zu haben, Adjektive oder Verben mit Substantiven gleichsetzt, Satztrennungszeichen eher als Zeichen betrachtet zu haben scheint, dass an jener, oft völlig unpassenden, Stelle offenbar eine Denkpause über die Art der Fortsetzung des Gedankens eingetreten ist, nicht weiß, wann Personalpronomina groß und wann sie klein geschrieben werden, auch nicht auf die Idee kommt, mal das Internet hierzu kurz zu befragen (dafür wurde es schließlich einst erfunden) oder dessen Nachricht bereits optisch schlicht den Eindruck erweckt, offenbar mit dem Fuß geschrieben worden zu sein, weil bspw. Hände und/oder Augen grad anderweitig beschäftigt oder woanders waren, (von der mir dann zugemuteten Mühe, sie in lesbares Deutsch übersetzen zu müssen, ganz zu schweigen), hat bei mir keine Chance. Ich gebe mir schließlich auch Mühe, mich gut auszudrücken und auf den Inhalt des Gelesenen zu konzentrieren. Präsentationen sekundärer Geschlechtsmerkmale, reizvoll dekorierter oder drapierter Körper oder fast schon inflationär als "krass" betitelter Ereignisse ersetzen übrigens kein Niveau, selbst wenn sie anschaulich in Szene gesetzt worden sind. 

Ich habe nichts gegen Professionelle. Oder gegen Anbieter, die von einem System wie diesem profitieren. Es ist meine Entscheidung, ob ich dazu beitrage oder nicht. Mir ist klar, dass ich hier wohl eher nicht die Dame meines Herzens finden werde. Also suche ich sie hier auch nicht (falls ich sie doch finde, beweist dies nicht das Gegenteil). Gleiches gilt für als sensationell angepriesene sexuelle Erlebnisse, die ich im Einzelfall nur beim jeweiligen Anbieter bekomme. Wir kochen alle nur mit Wasser, also immer schön auf dem Teppich bleiben 

Im Grunde bin ich vielem gegenüber aufgeschlossen und habe dank eingebauter Neugier auch grundsätzliches Interesse an mir bislang unbekanntem Terrain. Doch weder sehe ich mich dabei als "Sklave", sogenanntem "Cuckold" oder "Dom". Ich erniedrige niemanden, oder will/muss es selbst werden, um sexuelle Erregung zu verspüren. Meine Kindheit war in Teilen anstrengend, aber nicht belastend. Mein Verhältnis zu Frauen ist trotz mancher unschönen Erfahrung mt ihnen grundsätzlich ausgewogen, auch wenn ich nicht alles gut heiße, was sie machen. Dürfte sich umgekehrt aber ähnlich verhalten  

Camsex ist für mich die Fortsetzung der seligen Peepshow, nur etwas interaktiver. Und im Gegensatz zu ihr auch im stillen Kämmerlein konsumierbar. Weitere Vorteile erschließen sich mir jedoch nicht, denn immer noch kommt es lediglich zu selbst verursachten sensorischen Erlebnissen. Liebe an und für sich. Also nichts anderes als alter Wein in neuen Schläuchen.

Solltest du, lieber Besucher, liebe Besucherin, jetzt den Eindruck gewonnen haben, ich sei anmaßend und arrogant, dann darfst du ihn gerne haben. Jeder lebt in seiner Welt. Und hält sie für die einzig wahre. Ich wiederum stelle die meine immer mal wieder in Frage, entwickel Zweifel, stehe aber dazu, dass es wichtig ist, sich nicht selbst zu verleugnen. Also stelle ich Ansprüche an mich und an die, denen ich meine Zeit und meine Gedanken widme. Ich weiß, dass es Anbieter gibt, die meine Einstellung teilen. Solltest du zu ihnen gehören, werden wir sicher etwas voneinander lesen. Wenn nicht, wird es gewiss andere geben, die (auch) nicht so wählerisch sind wie ich